Dritter Schritt: Schmecken
Dies ist der letzte und meist auch bevorzugte Schritt einer Weinprobe: der geschmackliche Eindruck. Nehmen Sie einen kleinen Schluck (der Wein wird normalerweise langsam geschlürft) und lassen sie den Wein langsam von der Zungenspitze zu einer Seite und dann zur anderen gleiten. An der Zungenspitze wird « süß » wahrgenommen, der Säureanteil an den Seiten und der hintere Zungenteil ist für « bitter » verantwortlich.
- Als erstes wird der geschmackliche Eindruck des Weines, den er auf Zunge und Gaumen hinterlässt, bewertet. Dies dauert einige Sekunden und kann als geschmeidig, offen, lebendig… bezeichnet werden.
- Anschließend fließt der Wein über die Zungenoberfläche, wo sich eine rauhe Empfindung auf der Zunge (auch astringierend genannt), der Säuregehalt aber auch die Weichheit bemerkbar machen.
- Als letzte Phase wird der nachdauernde Eindruck beurteilt, nachdem der Wein den Mund verlassen hat. Je nachdem wie lange der Weingeschmack in Mund und Rachenbereich spürbar ist, spricht man von einem langen oder kurzen Abgang oder auch Nachhall.
Die Weinexperte messen diesen Abgang mit einer speziellen Maßeinheit, der Caudalie. Eine Sekunde Nachhaltigkeit ist eine Caudalie. Einige große Burgunder Weine haben einen Abgang von Dutzenden von Sekunden.
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