Nahe beim mittelalterlichen Städtchen Nolay gelegen, erhebt sich diese herrschaftliche Festung mit ihrem polychromen Dach hoch auf dem Felssockel Roche-Nolay -  und bietet einen romantischen Inbegriff der herzoglichen Vergangenheit Burgunds.

Forteresse médiévale aux tuiles vernissées

Die Geschichte des Schlosses La Rochepot reicht in das 12 Jh. zurück. Die mittelalterliche Festung mit ihrem buntgedeckten Dach wurde der Sitz der Herren von Pot, Ritter vom Goldenen Vlies und Berater der Herzöge von Burgund. Nach Zerstörungen im Zuge der Französischen Revolution kaufte die Gemahlin von Sidi Carnot, dem französischen Staatspräsidenten, die Ruinen und schenkte sie ihrem Sohn, der sich für Geschichte begeisterte. Der Architekt Charles Suisse organisierte Ausgrabungen und Archivforschungen, um es genauso wie früher wieder aufzubauen. Dadurch blieben der Festung alle Verteidigungselemente erhalten: Zugbrücke, Vorwerk, Wehrgang. Es handelt sich um das letzte große Werk der französischen Neogotik, ein Gesamtkunstwerk in der Nachfolge des Denkmalschützers Viollet-le-Duc und wurde in die Denkmalliste aufgenommen.

Besichtigung

Ein Rundgang führt durch die Kapelle, den Saal der Wachen, die Küche, Sälen mit Wandmalereien und Mobiliar aus der Gotik oder der Renaissance. Im Ehrenhof kann man einen Brunnen bestaunen, der 70 Meter tief in den Felsen gehauen wurde.
Die Anlage beherrscht das Ortsbild der malerischen Gemeinde La Rochepot, dem Tor zu den Hautes-Côtes de Beaune. 

Ein unerwartetes Detail

In einem der Türme bestaunt man ein chinesisches Zimmer, ein Staatsgeschenk von Cixi, der letzten Kaiserin von China an den Staatspräsidenten Sadi Carnot.