Diese Klangreise illustriert eine imaginäre Zeitlandschaft, die in der Stadt Sucre verankert ist, die zur Zeit des hispanischen Vizekönigreichs Oberperu La Plata genannt wurde.
Von der Polyphonie, die im 17. und 18. Jahrhundert für die Kapellen von La Plata komponiert wurde, zur Salonmusik des 19. Jahrhunderts und von den Instrumentalstücken des 17. Jahrhunderts zu den traditionellen Tänzen unserer Tage lädt diese Reise dazu ein, die Stadt Sucre und ihr musikalisches Erbe zu entdecken.
Die Werke des Programms sind :
Geistliche Villancicos, die für Weihnachten, Fronleichnam oder das Fest des Heiligen Ignatius von Loyola geschrieben wurden. Es handelt sich um Polyphonie, die von spanischen Volkstänzen und Melodien durchdrungen ist (einige davon sind auf dem alten Kontinent sogar verboten), flammende Texte, die für die Literatur des Goldenen Zeitalters typisch sind, und Kontrapunkte, die von Madrigalismen durchdrungen sind. In diesen Villancicos sind die Merkmale des Frühbarocks deutlich zu erkennen, wobei das Ziel stets darin besteht, eine Feier aufzulockern und den Glauben der Neugetauften zu stärken.
Stücke für Gitarre und Viola da Gamba, die mit den Villancicos in Dialog treten, bringen Spielweisen ein, die zur Entstehung der heutigen Volkstänze beigetragen haben könnten, und veranschaulichen die Bedeutung des Tanzes im kolonialen Leben.
Den krönenden Abschluss der Erkundung der Geschichte dieser vielfältigen Stadt bilden die Cuecas von Siméon Roncal und Matilde Casasola, Tänze, die diesmal das barocke Erbe in der Volksmusik repräsentieren.
Das Ensemble Alkymia, unter der Leitung von Mariana Delgadillo Espinoza, verwebt alte und neue Musik miteinander und sublimiert ihre Essenzen: Aus dieser grenzenlosen Alchemie entsteht eine neue Textur, die einen Moment in der Schwebe, außerhalb der Zeit, hervorruft und Erstaunen, Träumerei und Begeisterung hervorruft...
Anstatt einer Überlagerung: ein Weg durch die Transmutation, eine Neuinterpretation. Eine historisch informierte Interpretation, um die Mischung der alten Quelle mit einer zeitgenössischen, lebendigen, bewegten und bewegenden Wahrnehmung besser auskosten zu können.
So übertreffen Stimmen, alte Instrumente, Raumgestaltung und oft auch Elektronik ihre ursprünglichen Funktionen dank verschiedener Verfahren, Arrangements und neuer Kompositionen und suchen nach einer direkten und sensiblen Verbindung mit dem anderen.
Auch traditionelle und populäre Musik findet Eingang in unsere Programme, in einer anderen Form des klingenden Lobes auf die Vielfalt des reichen musikalischen Erbes der Menschheit.
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