Maison Des Climats

Im Tourismusbüro, 6 boulevard Perpreuil, geht es los. Hier befindet sich das „Maison des Climats »,  wo es nicht um das Burgunder Wetter geht. Hier steht „Climat“ – abgeleitet vom griechischen Wort Klima-atos (die Neigung) – einfach für eine Weinzelle, deren berühmter Wein getrunken wird, egal ob es regnet, windet oder schneit! Seit 2015 ist diese Ausstellung rund um ein 9m großes Weinberg-Modell mit erweiterter Realität dank der Tablets, Informationstafeln und des Präsentationsvideos angelegt. Hier wird die Besonderheit unserer Weinregion sehr gut erklärt. Selbstverständlich kostenlos!

Die Freske der Großen Sause

Den Kopf mit neuen Information vollgestopft und die Geschmacksnerven angeregt, führt mich mein heutiger Spaziergang zur Stadtmauer Saint Jean (von der Rue d’Alsace zugänglich). Die Stadt war früher befestigt und verfügt noch heute über einen großen Teil ihrer Stadtmauern, was für ihre heimelige und mystische Seite sorgt. Ich komme zum Place du Docteur Jorrot, wo sich eine Gedenkmalerei zu Ehren des berühmten Films von Gérard Oury: „Die Große Sause“ befindet. Die Beauner Hospizen mit dem Armutssaal, in dem Terry-Thomas es lernt „33“ zu sagen, bleiben ein unumgängliches Symbol. Die Liebhaber von Louis de Funès und Bourvil gehen aber in das 8 km nahe gelegene Dorf Meursault, wo sie das Rathaus mit den lackierten Dachziegeln besichtigen können, im Film unter dem Namen Komandantur bekannt. Das Hôtel du Globe findet man aber nicht, ein fiktiver Ort – und kleine Lüge der Filmkunst – die Szenen wurden in einem Studio in Paris gedreht…

Die Innenhöfe

Ohne Fahrrad, zu Fuß erklimme ich die Rue des Tonneliers und gehe in den Innenhof des Hôtel Boussard de la Chapelle, eine schattige und grüne Oase des Friedens, die sich hervorragend zum Entspannen bietet! Unweit von diesem Garten, befindet sich im Innenhof des Weinmuseums eine Sammlung von Weinpressen und die typischen Fassaden des ehemaligen Palasts der Burgunder Herzöge. Weiter geht es zur Basilika Notre-Dame, wo die Wandteppiche das Leben der Jungfrau erzählen. Und hier bin ich nun in der Stadtbücherei Gaspard Monge, ein ehemaliges Ursulinenkloster. Der Innenhof und sein Fischteich laden zum Meditieren und Nachdenken ein,  unterstützt von der Statue von Etienne-Jules Marey, Erfinder der Chronofotografie und Vorreiter des Kinos, die unweit von hier auf dem Platz steht.

Ein bisschen Wasser… in den Wein!

Meine Pause ist beendet, weiter geht es zum Square des Lions, bevorzugter Ort der Boules-Spieler und der frisch Verliebten. Ich laufe die Avenue du Parc, am Fluss entlang. Der Parc de la Bouzaize, der den Namen vom Fluss erhielt, ist der ideale Ort für Familien. Dort kann man im Sommer Boote ausleihen, Karussellfahren oder auf dem Spielplatz spielen. Die umliegenden Weinberge laden zu kleinen Wanderungen ein (der Wanderweg Nr.12 ist gelb gekennzeichnet).

Die Allée des Villas Fondet

Mein Spaziergang endet, ich gehe die Avenue Charles Jaffelin hinunter und biege links in die Allée des Villas Fondet ab: vor den Blicken geschützt, treten diese Herrschaftshäuser der Belle-Epoque im Beauner Stadtbild hervor: bunte Fassaden und mehrfarbige Dächer werden die Besucher begeistern.

Voilà, meine « ungewöhnlich und kostenlos » Mission geht zu Ende. Jetzt werde ich nur noch vom Parkplatz Louis Véry ein Foto der bunten Dachziegel der Beauner Hospizen machen, bevor ich auf einer Terrasse im Stadtzentrum das gute Wetter genieße!