Beschreibung
Dieses Programm beleuchtet vier bedeutende Komponistinnen des 17. Jahrhunderts: Francesca Caccini, Margarita Cozzolani, Barbara Strozzi und Antonia Bembo.
Ihr Schaffen ist Teil der Entwicklung der begleiteten Monodie und der für das Primo Seicento typischen Ausdruckssprache, in der die musikalische Rhetorik, die Aufmerksamkeit für den Text und die Suche nach affetti eine zentrale Rolle spielen.
Die leichte Besetzung (Sopran, zwei Lauten und Viola da Gamba) ist typisch für die häusliche, klösterliche und höfische Praxis. Sie hebt die Vokallinie als Hauptträger des Ausdrucks hervor, die von einem weichen und nuancierten Basso continuo unterstützt wird.
In verschiedenen Kontexten - am mediceischen Hof, in Mailänder Klöstern, an venezianischen Akademien oder am französischen Hof - unterstreicht dieses Programm den wesentlichen Beitrag dieser Komponistinnen zur barocken Ästhetik und zur Durchsetzung weiblicher kreativer Autorität innerhalb der europäischen Musiknetzwerke des 17.


























