Beschreibung
Tumor oder Tutu
UME Théâtre – Émilie Faucheux
nach dem Roman von Léna Ghar – Éditions Gallimard
Nach „Croire aux fauves“, in dem es um die Genesung einer Frau ging, die von einem Bären gebissen worden war, widmet sich Émilie Faucheux nun den Narben der Kindheit in einem Haushalt, in dem Gewalt verschwiegen wird.
Wir begleiten die Erzählerin von ihrem dritten bis zu ihrem 27. Lebensjahr; ihren Vornamen kennen wir nicht. Sie sagt „Ich“ und versucht mit Leidenschaft, Wut, Freiheit und viel Selbstironie, ihre eigenen Worte zu erfinden, um besser auszudrücken, was sie zwischen den Schreien ihrer Mutter und dem Schweigen ihres Vaters empfindet. Die familiäre Misshandlung, die sie erleidet, ist nicht sichtbar, und selbst wenn sie versucht, einige Signale zu senden, scheint sich niemand darum zu kümmern. Während sie heranwächst, findet sie Zuflucht in der Mathematik und ihrer unerbittlichen Logik … Nur lässt sich das Leben nicht auf eine einfache Gleichung reduzieren; wenn die Vergangenheit wieder an die Oberfläche kommt, muss man sich ihr stellen.
„Tumeur ou tutu“ ist sowohl in seiner Form als auch in seiner Aussage eine Geschichte der Emanzipation und wirkt mit seiner einzigartigen, von Ironie geprägten Sprache wie eine euphorische Explosion.
Inszenierung und Darstellerin: Émilie Faucheux, Regieassistentin: Karine Jurquet, Licht- und Videodesign sowie externer Berater: Guillaume Junot, Kostümbildnerin: Amélie Loisy-Moutault, bildende Künstlerin und Zeichnerin: Chloé Fourcault
