Die Schnecke: ein tausendjähriger Genuss


Der Genuss von Schnecken führt bis zu den Ursprüngen der Menschheit zurück, was das Auffinden von Schneckenhäusern in prähistorischen Grotten beweist. Bei den Römern war die Schnecke eine beliebte Speise, die man frittiert genoss. Im Mittelalter wurde die Schnecke von der Kirche als „unrein“ betrachtet und ihr Verbrauch wurde fast vollständig eingeschränkt. Sie wird zum Nahrungsmittel, welches man in Hungerzeiten findet. In der Charente, im 16. Jh., nahmen die Seemänner Schnecken in großen Fässern als frische Nahrungsmittel mit auf die Überfahrt.

Schnecke von Burgund: Helix Pomatia


Der wissenschaftliche Name der Burgunder Schnecke, auch « Große Weiße“ oder „Weinbergschnecke“ genannt, ist Helix Pomatia. Das massive Sammeln der Schnecken in der ersten Hälfte des 20. Jh., verbunden mit den landwirtschaftlichen Methoden und der Bewirtschaftung öffentlicher Grünflächen haben einen Rückgang der Art zur Folge.  Daher stehen sie seit 1979 unter Schutz. Das Sammeln der Schnecken ist seit dieser Zeit in Frankreich während der Fortpflanzungszeit, 1. April bis 30. Juni, verboten.
 

Schnecke von Burgund: traditionelles Rezept


Die Schnecke von Burgund ist eine emblematische Speise der Burgunder sowie der französischen Küche. Sie wird hauptsächlich zu Weihnachten und Familienfeiern gegessen und generell nach einem traditionellen Rezept zubereitet. Sie wird im Sud gekocht und anschließend wieder in ihr Schneckenhaus getan, welches dann mit einer Mischung aus Butter, Petersilie und Knoblauch aufgefüllt und im Ofen gebacken wird.

Verkostung der Schnecke von Burgund


Burgunder Schnecken können, begleitet von einem trockenen Weißwein mit einer Spur von Mineralität (wie z.B. Bourgogne Aligoté oder Chablis), in speziellen Einrichtungen, wie « Hélice- l’Escargotier Beaunois » oder in zahlreichen Restaurants von Beaune und seiner Umgebung, verkostet werden.